Nachtstudio

by Bayerischer Rundfunk · · · · 14 subscribers

Themen platzieren, Diskurse hinterfragen, Kultur anfeuern: Nachtstudio – alles, was den Kopf frei macht. Das sind Essays, Lesungen, Diskussionen und Texte, die in kein Format passen. Die wöchentliche Dosis kultureller Ertüchtigung.

Die Beziehung zwischen Zukunft und Wetter ist keine einfache. Sie bewegt sich zwischen Prognose, auf die wir uns verlassen wollen, und ihrem zuverlässigen Versagen. Mit der Ersetzung des Begriffs Wetter durch Klima steht heute zudem der kommende Untergang der menschlichen Zivilisation im Raum. Andreas Ammer wagt einen lustvoll wetterwendischen Blick in den Himmel.

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Tags: arts, literature

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Friedrich Hölderlin lebte lange vor der Industrialisierung. Und trotzdem entdeckt der Schriftsteller Jan Snela in seinen Gedichten Spuren des Klimawandels - und die Hoffnung, wie wir uns wieder mit der Natur versöhnen können.
Berlin wird in den Neunzigerjahren zur Drehscheibe für Techno aus Detroit. Prominent stehen dafür der Club Tresor und der Plattenladen Hardwax. Gleichzeitig entstehen auch viele experimentelle Räume. Berlin nimmt Anlauf, eine Techno-Kapitale zu werden. Was passiert, wenn aus Underground der heißeste Scheiß wird? Mit der Produzentin und Bookerin Mo Loschelder.
Für Jens Balzer und Tobi Müller ist Pop mehr als nur Musik. Als Journalisten und Autoren ist ihnen kein Ton und kein Bild zu abwegig, als Zeichen für gesellschaftliche Prozesse gelesen zu werden. "Tanzbretter" erzählt die Geschichte der elektronischen Musik aus der Perspektive ihrer Orte von den Anfängen bis heute …
Audre Lorde war lesbisch und Schwarz. Die Schriftstellerin, mittlerweile als queer-feministische Klassikerin gefeiert, schildert eindringlich, wie mühsam es war, sich im New York der 1950er zu behaupten. Auch in der eigenen Community. "Zami" ist ein Memoire - eine Autobiografie, in der sie ihren eigenen Lebensweg nutzt, um über Gesellschaft und …
Alle wollen nach Berlin. Warum lebt dann Nora Gomringer in Bamberg? Schön, aber literarisch doch eher in der Provinz gelegen.
Werner Herzog wird am 5. September 80 Jahre alt. Der gebürtige Bayer lebt heute in Los Angeles. Knut Cordsen hat Herzog kurz vor seinem Geburtstag getroffen und mit ihm über seine Literatur gesprochen. Denn der weltberühmte Filmemacher versteht sich in erster Linie als Dichter.
Die Liste zählt inzwischen über 200 Namen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Münchner Kammerspiele, die durch das nationalsozialistische Regime ihre Arbeit, ihre Existenz, ihre Heimat oder ihr Leben verloren. Seit 2018 widmet sich das Theater einem bisher einzigartigen Rechercheprojekt, das die unbekannten "Schicksale" sichtbar machen will. Sven Ricklefs erforscht mit …
In ihren Selbstbeschreibungen geben sich die Social-Media-Unternehmen als Brückenbauer und Gemeinschaftsstifter. Gleichzeitig gibt es kaum einen Ort, an dem mehr gehetzt und verletzt wird als in den sozialen Medien. Wie kommt es zu dieser Diskrepanz? Diskussion mit Ingrid Brodnig und Adrian Daub.
Jüngstes Beispiel Documenta: Der Antisemitismus ist soziale Realität. Er ist auch Realität in der deutschen Gesellschaft, die ihn längst überwunden haben sollte - zumindest dann, wenn sie die Lehren aus der eigenen Geschichte ernst nähme. Wir fragen: Weshalb schafft es die deutsche Gesellschaft nicht, den Antisemitismus in all seinen Ausprägungen …
Wieso machen Frauen die Erfahrung, dass sie nicht ausreden können? Röggla redet deswegen so schnell - als Kompensation und als Eingeständnis, immer noch nicht alles gesagt zu haben. Eine Vorlesung als Performance ihres Scheiterns.
Die Macht der Maschinen und von KI und ihr Einfluss auf unser Bewusstsein: deren heutiges Ausmaß hat Philip K. Dick mit fast satirischer Präzision vorweggenommen. Science Fiction und Utopie sind hier nur in die Zukunft verlagerte, bis zur Kenntlichkeit verzerrte Zustandsbeschreibungen unserer Gegenwart.
Alle wollten alte werden. Keiner will es sein. Dabei könnten wir mit einem positiven Blick auf die letzte Lebensphase viel gewinnen!
Geranien, Dahlien, Astern... Eigentlich Inbegriff unserer heimischen und idyllischen Hortikultur. Aber eigentlich haben diese Pflanzen lange Reisen hinter sich. Ihre Herkunft erzählt auch von Aneignung, Gewalt und Ausbeutung.
Exzess, Trance, Ekstase: Die Lust auf den Rausch gehört zum Menschen. Drogen braucht er dafür nicht zwingend. Julia Vorkefeld unternimmt einen Erkenntnistrip durch Tradition und Gegenwart der Rauschkultur.
Martin Zeyn hat eine Corona-Erkrankung durchgemacht. Er musste feststellen: wie über das Virus geredet wurde, ließ ihn nicht kalt. Er betrachtete seinen Körper übergenau - und verunsichert. Was verändert sich, wenn jemand, weil ansteckend, zu einer Bedrohung seiner Umgebung wird? Wie wirkt die tägliche Aufzählung der Corona-Toten in den Medien …
Kinder nach Design - rein wissenschaftlich längst keine Fiktion mehr. Die ethischen Fragen dahinter sind aber mindestens so komplex wie die medizinischen Verfahren: Können Eltern irgendwann Ronaldos, Monroes und Einsteins bestellen? Sollten sie es können? Sind wir auf dem Weg in eine neue Klassengesellschaft, aus jenen, die sich Designbabys leisten …
Ohne Mobilität ist unsere Gesellschaft nicht denkbar, aber mit der Mobilität von heute werden wir morgen nicht weiterkommen. Wir fragen Sarah George, Monika Popp und Andreas Rade: Was muss sich ändern? Was ist die Mobilität von morgen?
Beatrice Faßbender und Ulrich Rüdenauer fragen, was Amok über unsere Gesellschaft sagt und aus unserer Gesellschaft macht, was die Medien und der Neoliberalismus damit zu tun haben und ob es überhaupt noch sinnvoll ist, zwischen Amok und Terror zu unterscheiden.
In der Corona-Pandemie regelte der Staat sehr persönliche Dinge: wen man wo treffen, wohin man reisen, wie man arbeiten durfte. Regiert zu werden, wurde ein Alltagsgefühl. Zu unserem Bild, selbstbestimmte Individuen zu sein, passte das nicht. Aber müssen wir deshalb zu Anarchisten werden? Beate Meiefrankenfeld auf der Suche nach einem …