Reflexe

by Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) · · · · 10 subscribers

«Reflexe» ist die tägliche Radio-Grundnahrung an Kultur. Das Wichtigste von A wie Ausstellungen bis Z wie Zeitfragen, aktuell und vertiefend, vorausblickend und in der kritischen Rückschau. Für wache Zeitgenossinnen und Zeitgenossen, präsentiert von einem engagierten Team. Eine Sendung über Menschen und Debatten, Kunst und Künstlerinnen,Trends und Ereignissen aus der Welt von Theater und Musik, Tanz, Film, Video und bildender Kunst, Architektur, Fotografie, Geschichte, Soziologie, Philosophie und Literatur.

1955 fand in der Pariser Galerie Denise René die Ausstellung «Le Mouvement» mit Werken vieler junger Vertreter der sogenannten kinetischen Kunst statt. Einer von ihnen war Jean Tinguely. Im Museum Tinguely in Basel ist die Ausstellung noch einmal zu sehen.Die Austellung in Basel ist erweitert und ergänzt um wichtige Werke, …
Mit Youtube, Facebook, Google und Co. verändert sich der Begriff der Öffentlichkeit rasant. Der angesehene Soziologe Manuel Castells hat mit seiner Studie «Communication Power» eine umfassende Analyse der Veränderung der Kommunikation und der medialen Öffentlichkeit durch das Web 2.0 vorgelegt. Der Medientheoretiker Felix Stalder, der selber zu den Netzpionieren gehört, …
Der Bündner Schriftsteller Oscar Peer gehört zu den bedeutenden Vertretern der rätoromanischen Literatur. Sein Frühwerk «Das alte Haus» zeigt ein Dorf in den Bergen, in dem politische Macht und Spekulation eine verhängnisvolle Rolle spielen. Nun erschien es zum ersten mal in einer zweisprachigen Ausgabe.
Der Geiger Eugene Drucker, Gründungsmitglied des weltberühmten Emerson String Quartet, hat deutsche Wurzeln: Sein Vater musste einst vor den Nationalsozialisten in die USA fliehen. Über die Erlebnisse des Vaters hat Drucker vor drei Jahren einen autobiografischen Roman geschrieben: «The Savior».Nun erscheint der Roman in der Übersetzung als «Wintersonate». Eine Begegnung …
Christoph Büchels Swingerclub in der Wiener Secession, Thomas Hirschhorns Blocher-Provokation im Centre Culturel Suisse: Immer wieder lösen Künstler Skandale und Skandälchen aus, provozieren damit Politiker und Steuerzahler. Welche Logik hinter solchen Kunstskandalen steckt und wem sie dienen – dazu äussert sich im Gespräch der Kunstwissenschaftler Wolfgang Ullrich, Experte für die …
Daniel Schmid war einer der sperrigsten und interessantesten Filmemacher der Schweiz - er wurde bekannt mit der Schweizer Politsatire: «Beresina oder die letzten Tage der Schweiz». Im Jahr 2006 starb er an Krebs. Ein neuer Dokumentarfilm würdigt den Filmemacher.Schmid wanderte in jungen Jahren vom bündnerischen Flims nach Berlin, später nach …
Die Arbeiten des jungen Schweizer Künstler Kilian Rüthemann sind auf den ersten Blick verblüffend einfach, auf den zweiten Blick verblüffend raffiniert. Mit seinen wohl kalkulierten, raumbezogenen Eingriffen zählt er derzeit zu den aufregendsten Nachwuchskünstlern der Schweiz. Zurzeit ist Kilian Rüthemann im Basler Museum für Gegenwartskunst zu sehen.
Hirokazu Kore-eda ist unter den zeitgenössischen japanischen Regisseuren der stillste und tiefgründigste. In seinem jüngsten Spielfilm erzählt er von Nozomi, einer aufblasbaren Puppe, die lebendig wird und das zu schätzen weiss. Michael Sennhauser hat den Meisterregisseur getroffen.
Was hat das erste Jahrzehnt dieses Jahrhunderts in Kultur und Kunst an Neuem gebracht, von dem anzunehmen ist, dass es im nächsten Jahrzehnt weiterwirken wird? Die intensivierte Nutzung der neuen Medien beispielsweise wird vermutlich Rezeption und Wesen der Kunst verändern. Verschmelzen Autor und «User»? Felix Schneider unterhält sich mit Annette …
Der Kultur- und der Kunstbegriff ist brüchig geworden: Die Ökonomisierung der Kultur und die Kulturalisierung der Ökonomie hebeln die konventionellen Wertevorstellungen aus. Die Kunst verliert ihre Aura und die Kultur scheint mit den Erwartungen, die an sie gerichtet werden, überfordert zu sein. Über diese Entwicklungen diskutieren die Kulturwissenschaftlerin Gesa Ziemer …
Das Selbstverständnis und die gesellschaftliche Position der Künstlerinnen und Künstler scheinen heute so unklar wie noch nie. Sind sie die Seismographen der Gesellschaft? Müssen sie, um erfolgreich zu sein, vor allem gute Unternehmer sein? Ist politische Kunst heute noch möglich? Über diese Fragen diskutiert Dagmar Walser mit der Performerin Marina …
Kultur muss dem Standortmarketing dienen: Diese Vorstellung ist heute fest in den Köpfen verankert. Ebenso gilt, dass es dafür Kulturinstitutionen mit möglichst grosser Ausstrahlung braucht, sogenannte «Leuchttürme». Woher dieses Denken kommt - und welche Folgen es für die Kultur hat, diskutieren Thomas Kramer, Leiter des Verlages Scheidegger & Spiess, und …
Sophie Scholl ist eine Ikone der deutschen Geschichte, bekannt als Widerstandskämpferin gegen den Nationalsozialismus. In einer neuen Biografie zeichnet die Historikerin und Schriftstellerin Barbara Beuys ein etwas anderes Bild der Sophie Scholl. Zur Berühmtheit von Sophie Scholl haben nicht zuletzt Filme beigetragen, die sich auf die letzten dramatischen Tage der …
Der Schweizer Künstler Ian Anüll beschäftigt sich seit langem mit wichtigen Symbolen des Kapitalismus wie Geld und Markenzeichen. Und er beobachtet seine Auswirkungen - zu denen Armut und Obdachlosigkeit gehören. Ian Anülls Kunst hat neben einer konzeptuell spröden und ernsthaften aber auch eine verspielte, leichtfüssige Seite. Zu dieser gehört sein …
Einen Nobelpreis für Musik gibt es nicht. Seine Stellung nimmt so in der Klassik der Ernst von Siemens-Preis ein. Dieses Jahr erhält der deutsche Dirigent Michael Gielen diese renommierte Auszeichnung. Der Ernst von Siemens-Preis wird jedes Jahr einem Komponisten oder Interpreten verliehen, dessen Schaffen über die Musik hinaus Geltung erlangt …
Frédéric Chopin hat in den unterschiedlich motivierten Miniaturen wie Walzer, Polonaise und Prélude einen unverwechselbaren Ton entwickelt. Eine Erkundung in Wort und Ton anlässlich seines 200. Geburtstages.Der Pianist Tomasz Herbut setzt sich dazu an den Flügel und spielt einige Passagen aus dem Werk Chopins, dazu kommentiert der Musikwissenschaftler Anselm Gerhard.
Monatsgast von «Reflexe» ist heute der Schweizer Filmemacher Samir. Er ist 1955 in Bagdad geboren, leitet zusammen mit Werner Schweizer die Produktionsfirma «Dschoint Ventschr» und wurde bekannt mit Filmen wie «Snow White» (2005) oder «Forget Baghdad» (2002). Samir hat sich auch immer wieder in politische und kulturpolitische Diskussionen eingemischt.